Blog per Mail folgen

Damit Sie nie wieder Blog Posts von uns versäumen!

Case Study: Neues Alarmierungssytem für Vifor Pharma in St. Gallen

FitAlarm.jpg

Der Standort St. Gallen der Vifor Pharma bekommt regelmässig Besuch: Die Schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel, die Swissmedic, überprüft die Anlage alle zwei Jahre. Und auch die US Food and Drug Administration (FDA) schaut öfter mal rein. Kein Problem für den Eisenpräparate-Spezialisten: Dank FiT Alarm von acs kann die  Vifor Pharma belegen, dass auch bei unvorhersagbaren Ereignissen die Verantwortlichen jederzeit im Bilde sind.

Alle Produkte von Vifor Pharma für die Behandlung von Eisenmangel-Therapien wurden in St. Gallen erforscht und entwickelt. Und sie werden noch heute dort hergestellt. Im Zeitraum von 1999 bis heute investierte die Galenica Gruppe in die Modernisierung der Anlagen und den Ausbau der Kapazitäten. Im Rahmen dieser Ausbau-Arbeiten wurde 2001 ein erster Alarmserver installiert. Er basierte auf der Software Wonderware InTouch und arbeitete mit der DECT-Telefonzentrale zusammen.

Doch die Konzeption war nicht optimal. So konnte es durch Wartungsarbeiten zu einer vorübergehenden Stilllegung des Alarmierungssystems kommen. Deshalb wurde die acs ag damit beauftragt, ein stabileres System zu implementieren, das einfach zu bedienen sein sollte und den gestiegenen Anforderungen an Transparenz der Alarme genügen sollte.

Sicherheit ist Trumpf

Mit FiT Alarm hat acs eine Lösung parat, die alle Anforderungen des Projektes erfüllt. Alarme, Fehlermeldungen, Störungen, Warnungen und andere Meldungen werden schnell, einfach und sicher an den Empfänger gesendet. Die Übermittlung erfolgt via Anruf, eMail, SMS, FAX, über Internet oder via Schnittstelle, beispielsweise OPC UA.

FiT Alarm unterstützt alle gängigen Endgeräte und kann mit allen aktuellen Prozessleitsystemen, Visualisierungen und SPSen betrieben werden. Der Kunde hat also freie Wahl, auf welchem Device und in welcher Applikation er die Meldung bekommen möchte. Durch das Betreiben mehrerer Alarmquellen gleichzeitig wird das Risiko, dass ein Alarm nicht ankommt, minimiert. Ein weiteres Sicherheitsplus bietet der automatische Selbsttest, der einen regelmässigen Selbsttest des Systems und aller nötigen Komponenten beinhaltet.

Die Lösung basiert auf der .Net-Technologie von Microsoft in Version 4.5. Die Client-Server-Architektur ermöglicht mehr Stabilität, Bediensicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Betriebssicherheit. Durch die Kombination mit Windows-Technologien werden Aufgaben wie Volltextsuche, Filterung, Kategorisierung und so weiter stark erleichtert.

Bei der Einführung der Software ist keine kundenspezifische Programmierung nötig – sie wird durch reine Konfiguration auf den Bedarf des Kunden angepasst. Dadurch vereinfacht sich die Handhabung und Wartung des Systems. Dabei ist Audit Trail bereits inklusive und es fallen keine Lizenzkosten an.

Moderne Konzeption

Die Erneuerung des Alarmierungssystems setzte bereits an einer entscheidenden Stelle an: der bisherigen Integration in die HMI-Visualisierungssoftware Wonderware InTouch. Dadurch wurde eine strikte Trennung von Server und Bedienapplikation möglich. Einer der Vorteile dieses Konzepts: Bei Änderungen, beispielsweise einer Erweiterung der Alarme, oder bei Wartungen an der Wonderware-Infrastruktur, muss der Alarmserver nicht mehr ausser Betrieb genommen werden.

Umgekehrt wird der Alarmserver nicht mehr so häufig durch Reboots irritiert, was die Zahl der Falschmeldungen deutlich reduziert. Dies ist eine erhebliche Verbesserung in Sachen Stabilität und Bediensicherheit.

Zudem steigert diese Konzeption die Flexibilität und die Transparenz des Systems. Denn nun sind wesentlich mehr Konfigurationsänderungen ohne Anpassungen am Programmcode möglich, etwa Änderungen und Ergänzungen bei SPS-Überwachungen oder ein Wechsel der Rufarten. Durch die Modularität können weitere Alarmquellen sehr einfach in das System eingebunden werden.

Nicht wahllos erneuern

Bei der Implementierung von FiT Alarm war für die acs-Experten ein zentraler Punkt die Verwendung der bestehenden Infrastruktur. Neu war der Alarm-Server. Dieser besteht aus einem Alarm-Service und einer Alarm-Datenbank. Es befindet sich auf diesem Rechner jedoch keine Bedienoberfläche. Anders dagegen der Alarmserver-CIient.

Diese Bedien- und Konfigurationsapplikation des Alarmservers kann auf jedem bestehenden Rechner, auf dem das .Net-Framework 4.5·vorhanden ist, installiert werden. Ebenso funktioniert diese Applikation, in verkleinerter und für Touch-Bedienung optimierter Form, auf den drei vorhandenen Bedienpanels in der Vifor Pharma-Anlage.

Die Schnittstelle zur Automation (SPS-Ebene) wird ebenfalls über die bestehende Datenserver-Infrastruktur bewerkstelligt. Zur Lastverteilung wird diese mit zwei weiteren Application-Servern erweitert, was die Betriebssicherheit erheblich verbessert.

Auch wenn die direkte Integration in Wonderware Intouch aufgehoben wurde, bleibt das Alarmsystem mit der Wonderware-Infrastruktur verbunden. Die historischen AIarmwerte werden automatisiert in der bestehenden Historian-Infrastruktur gespeichert. Sie müssen also nicht, wie bei anderen Systemen, nochmals manuell erfasst werden.

Neu ist dagegen die Alarmierung. Statt über die DECT-Telefonanlage erfolgt diese nun über eine SPS mit zwei getrennten GSM-Modulen, über die Smartphones und Pager angesprochen werden. Somit ist auch dieser Weg redundant ausgelegt.

Hohe Flexibilität

Wie der Verantwortliche informiert wird, bleibt dabei ganz dem Kunden überlassen. Das System bietet frei definierbare Rufschemata, welche sehr detailliert ausgearbeitet werden können – vom Hoch-Prio-Feueralarm bis zur unwichtigen Meldung. Sollte der Alarm nicht quittiert werden, was vermuten lässt, dass sich niemand darum kümmert, gibt es einen Eskalationspfad, der automatisiert abgearbeitet wird.

FiT Alarm bietet darüber hinaus weitere Optionen, die je nach Anforderung zum Tragen kommen. So kann das System einen Benutzer über verschiedene Geräte informieren. Es kann fit gemacht werden für erhöhte Verfügbarkeitsanforderungen, ermöglicht die Konfiguration einer Benutzerschnittstelle speziell für Touch-Geräte und erlaubt sogar die Synchronisation der Benutzerrechteverwaltung von FiTAlarm mit Active Directory.

Vorteile für den Kunden

Bei der Erneuerung des Alarmierungssystems stand für die Vifor Pharma die Stabilität und Betriebssicherheit an erster Stelle. Aber auch die einfache Handhabung des Systems, das durch Konfiguration extrem anpassungsfähig ist, war ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung für FiT Alarm. Am Anfang des Projekts stand daher für acs ein gemeinsames Requirements Engineering, bei dem sämtliche Software-Funktionen mit dem Kunden zusammen intensiv ausgearbeitet wurden.

Im Vergleich zu anderen Lösungen ist anzumerken, dass FiT Alarm lizenzfrei ist. Es gibt weder  eine Beschränkung auf Seiten der definierten Alarme oder der Alarmierungen, noch bei der Anzahl der Clients.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Transparenz der Alarme. Dazu dienen zum einen aussagekräftige Meldungen. Zum anderen verfügt das System über eine Art Totmannschalter für technische Probleme, so dass sich Fehlalarme weiter reduzieren, die sich störend auf das Aufmerksamkeitslevel auswirken könnten. Damit ist die Vifor Pharma weiterhin auf der sicheren Seite.

Case Studies Industrie Services